Ich habe mich im Sommer 2014 dazu entschieden ein Auslandsjahr in den USA zu machen. Dazu habe ich mich dann über einige Organisationen informiert und schließlich im Herbst richtig dazu beworben.
Und zwar bei Open Door International (ODI). Man musste online eine Anmeldung ausfüllen mit wichtigen Informationen über einen selbst. Wenn man diese Anmeldung abgeschickt hat, bekommt man wenig später mit der Post einen riesigen Stapel Zettel zum ausfüllen. Das war nun die richtige Bewerbung. Wenn man diese abgeschickt hat, kommt jemand von ODI zum sogenannten Interview.
Das Interview führen ehrenamtliche Mitarbeiter, die vor zwei-drei Jahren schon einmal ein Auslandsjahr gemacht haben. Bei diesem Interview musste ich sagen, warum ich in die USA möchte und wieder Fragen über mich beantworten. In erster Linie wurde meine Motivation geprüft.
Bei diesem Gespräch gibt es auch einen englischen Teil. Sie sagte, dass ich etwas über mich erzählen soll und dann bekommt man noch ein paar weitere Fragen gestellt.
Davor muss man keine Angst haben, denn die sind wirklich nett und man sollte es als nettes Gespräch sehen und nicht als Prüfung.
Sie schrieb dann an ODI eine E-mail über mich und, ob ich geeignet bin. Dann wird entschieden, ob ich im Programm aufgenommen bin oder nicht. Wenn man angenommen ist bekommt man weitere Zettel zum ausfüllen und zurück schicken. Weiterhin muss man einen Test auf Englisch machen. Das ist eines der schwierigsten Dinge in der Bewerbung, aber gut zu schaffen.
Diese Dinge musste man in der Bewerbung angeben
- Zeugnisse der letzten drei Jahre
- Hobbies
- Fragen zum Gesundheitszustand
- allgemeine Informationen über einen selbst
- Brief an die Gastfamilie
- Eine Fotocollage für die Gastfamilie
- Kram zum unterschreiben
- Kommentare der Eltern
- Unterlagen für die Schule
- Unterlagen für den Arzt
- Unterlagen für den Englischlehrer
- Informationen über die Eltern Das meiste davon wird auf Englisch gefragt und muss auf Englisch ausgefüllt werden!
Später kommt das Vorbereitungsseminar in Köln. Innerhalb von zwei Tagen werden dir alle wichtigen Dinge, die du in Amerika beachten solltest, erklärt.
Visum
Die Organisation schickt einem alle wichtigen Informationen und dort ist alles ganz genau erklärt. Auf jeden Fall bekommt man ein wichtiges Formular (DS-160).
Der Termin für die Beantragung des Visums, wird online gemacht. Dazu muss man erst einmal 300 Dollar hinblättern. Dann sitzt man über zwei Stunden vor dem PC und beantwortet Fragen. Natürlich auf Englisch. Wieder muss man wichtige Fragen über sich selbst beantworten und zum Beispiel, wofür man das Visum überhaupt braucht.
Dann darf man sich einen Tag für den Termin aussuchen und bekommt eine Terminbestätigung. Sowie eine Bestätigung dafür, dass man bezahlt hat.
An dem Tag des Termins bin ich nach Berlin in die Botschaft gefahren. Schon Vor der Botschaft musste ich warten, bis ich rein gelassen wurde. Ich wurde mit vier weiteren Personen in die Botschaft gelassen und wir mussten durch die Sicherheitskontrolle.
Wichtig! Keine Taschen oder Handys mit in die Botschaft nehmen!
Als ich da durch war musste ich in das Gebäude gehen und an einer Art Pult stand ein Mann, der die Zahlungsbestätigung und das DS-160 einsammelte. Gegenüber von ihm stand ein weiterer Mann, dem ich meinen Reisepass geben sollte. Er fragte, ob ich schon ein Reisedatum habe und habe es ihm genannt. Zum Glück wusste ich zu der Zeit schon wer meine Gastfamilie ist und so hatte ich auch schon ein Abflugdatum. Er gab mir eine Broschüre, die ich lesen sollte.
Dann hieß es sitzen und warten, bis man aufgerufen wird. Da sich in der Botschaft ausschließlich Amerikaner befinden, muss man ganz genau hinhören, wenn jemand aufgerufen wird, denn durch den Akzent ist es manchmal ziemlich schwer seinen eigenen Namen zu hören. Man wird zweimal aufgerufen. Einmal um seine Fingerabdrücke abscannen zu lassen und das andere Mal, wird man zu einem Gespräch aufgerufen. Bei mir war es so, dass ich kein einziges Mal etwas auf Englisch gefragt wurde. Der Mann beim Gespräch fragte, ob ich schon eine Gastfamilie habe und in welchen Bundesstaat ich kommen werde.
Das Gespräch ging ganz schnell und ich war eine halbe Stunde vor meinem eigentlichen Termin fertig.
Das musst du zum Termin mitnehmen
- Reisepass
- Passbild
- Zahlungsbestätigung
- Terminbestätigung
- DS-160
Mein Fazit ist: Man muss länger sitzen und warten, als reden.
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