Dienstag, 18. August 2015

Das erste Treffen mit der Gastfamilie

Ich stieg mit den anderen zusammen aus dem Flugzeug aus. Wir waren alle verdammt aufgeregt, denn die Gastfamilien könnten überall stehen und auf uns warten. Wir gehen nur ein paar Meter und schon stand die erste Gastfamilie bereit und wartete auf jemanden von uns. Die Aufregung stieg. Viele Fragen breiteten sich in meinem Kopf aus. Werden sie nett sein? Wie werden sie mich empfangen? Wer sind diese Menschen, mit denen ich ein ganzes Jahr mein Leben verbringen werde?
Irgendwann waren nur noch ich und Emily übrig. Die anderen hatten ihre Familie schon kennen gelernt.
Wir liefen verwirrt durch den Flughafen, denn uns fehlte noch unser Gepäck und wir wussten nicht, wo wir es abholen konnten.
Also liefen wir einfach weiter und hofften darauf, dass wir das Gepäckband finden. Und dann haben wir sie gesehen. Erst von weitem und ich war mir erst nicht sicher, ob sie das wirklich sind. Sie standen zusammen mit Emilys Gastfamilie und sie redeten miteinander. Als sie uns sahen, lächelte ich meiner Gastschwester zu. Sie lächelte kurz zurück, dann schaute sie wieder auf ihr Handy. Meine Gastmutter, stattdessen, umarmte mich und stellte sich ganz lieb vor. Ich umarmte auch meine ein Jahr jüngere Gastschwester. Aber sie schaute immer noch gelangweilt. Als wäre ich ihr völlig egal.
Wir unterhielten uns kurz mit Ihnen und wir erfuhren, dass die Schwester von Emilys Gastmutter bei mir in Springfield (Ja, wie bei den Simpsons, ich weiß...) lebt. Das heißt, die kommen uns irgendwann besuchen.
Dann holten wir unser Gepäck vom Gepäckband und meine Gastschwester nahm meinen kleinen Koffer. Immerhin ein bisschen nett...
Ich verabschiedete mich noch schnell von den anderen Austauschschülern, die mittlerweile auch ihr Gepäck holen wollten. Und dann noch von Emily und dann brachte mich meine Gastfamilie zu ihren Pick-up(Das Auto, nicht das Schockoladenteil).
Dort wartete mein Gastvater auf uns. Ihr begrüßte mich super freundlich und nahm mir den großen Koffer ab und verfrachtete ihn im Kofferraum. 
Dann fuhren wir los und meine Gastmutter fragte mich, wie mein Flug war. Ich war so aufgeregt, dass ich erst einmal auf Deutsch geantwortet habe. Schnell habe ich auf Englisch geantwortet. Ich war zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall noch viel zu schüchtern, um irgendetwas zu sagen und deswegen bestand mein Wortschatz aus "Yes", "No" und "Okay".
Wir sind eine Stunde gefahren und die Stimmung hat sich nur ganz wenig gelockert. Ich war immer noch angespannt. Aber dann haben wir einen Stop bei einem typisch amerikanischen Restaurant gemacht und natürlich (Achtung: Klischee) haben wir Burger gegessen!
Dann hat sich die Stimmung ein bisschen mehr gelockert.
Meine Gastmutter erzählte mir von dem Demo Derby, das nächte Woche in New Ulm (die nächst größte Stadt, die von Einwanderen aus Deutschland an die Stadt Ulm in Deutschland angelehnt ist).
An der Farm angekommen, haben sie mir das Haus gezeigt und mir ist aufgefallen, dass sie hier nicht so viel Wert auf Ordnung legen. Das Haus ist sehr groß und sehr amerikanisch. Danach zeigten sie mir mein Zimmer. Es ist groß, blau und sehr gemütlich. Uuuund... ich habe einen Wandschrank!
Als ich ein bisschen Zeit für mich hatte, packte ich meinen Koffer aus und bemerkte, dass die Schokolade (Gastgeschenk) ein wenig zerbrochen ist.
Sie haben sich trotzdem darüber gefreut!

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