Sonntag, 23. August 2015

Volleyball und wie mich meine Gastschwester dort hinfuhr

Ich bin nun schon seit zwei 1/2 Wochen in Amerika und seit zwei Wochen bei meiner Gastfamilie. Meine Gastfamilie ist sehr nett und nimmt mich zu allem mit. Es ist schon eine menge passiert und leider auch zwei Kleinigkeiten, die mich ein bisschen stören.
Die ersten zwei Tage in meiner Gastfamilie, waren ein mega Kulturschock für mich. Die Leute leben hier anders. Zum einen essen, die hier kaum zusammen. Nur abends. Und dann auch nur vor dem Fernseher. Meine Gastschwester guckt eine menge Fernsehen.
Leider hatte ich das Pech, dass gleich am zweiten Tag Volleyballtraining anfing. Zu dem hat mir auch keiner gesagt, wann das Volleyballtraining anfängt. Weder am ersten Tag, noch am zweiten Tag. Zum Glück durfte ich die erste Stunde erst nur zugucken. Aber am zweiten Tag musste ich dann schon mit machen. Das Problem ist, dass ich kaum Volleyball gespielt hatte und deswegen mega schlecht bin. Wir sind über 50 Mädchen in Volleyball und kein einziger Junge. Die Mädchen sind alle sehr sportlich und tragen bestimmte Sportkleidung, die ich natürlich nicht hatte. Musste ich mir erst kaufen und das war sehr teuer.
Eigentlich tragen sie ein T-Shirt (Davon haben die hier eine Menge) sehr knappe, eng anliegende Shorts, Knieschoner, Haarband, so komische Sportsocken und Volleyballschuhe.
Auf jeden Fall, sagte meine Gastschwester, dass wir los wollen. (Zu dem Zeitpunkt verstanden wir uns schon ein bisschen besser). 
Ich folgte ihr vor die Haustür. Dort stehen die Autos. Sie haben drei Autos und einen Ranger(Was das ist erkläre ich später).
Ich fragte mich, wer würde uns denn nun zum Volleyball fahren. Meine Gastschwester ist 15 und sollte eigentlich noch nicht fahren dürfen. Aber als sie in eins der Autos stieg und dazu noch durch die Fahrertür, stockte mir kurz der Atem. Sie wird doch jetzt nicht fahren oder? Sollte ich einer 15jährigen wirklich vertrauen?
Dann fuhren wir.Und das war ein verdammt langer Weg. Denn das Haus, in dem ich im Moment wohne, liegt 15 Minuten von Springfield weg. 
Die Schule ist eigentlich ganz groß. Ein bisschen kleiner als die in Deutschland. 
Am zweiten Tag durfte ich dann wie gesagt auch mitmachen, weil ich aber eine der schlechtesten in der Gruppe bin, durfte ich an der Wand üben, wie man Bälle passt.
So ging das eigentlich die ganze Zeit weiter, was Volleyball betrifft. Und da ich noch keine Freunde hier hatte musste ich bei Partnerübungen immer mit so einer komischen zusammen trainieren. Manchmal haben mich auch ein paar andere gefragt und dafür bin ich denen mittlerweile dankbar.

Am Freitag haben die mich dann mit nach New Ulm genommen zum sogenannten Demo Derby. Bei diesem Derby fahren alte Autos in einader. Ziemlich bescheuert eigentlich. Auf jeden Fall gewinnt der letzte, der noch fahren kann, 1000 $. Ich muss zugeben, dass das ziemlich lustig war.

Samstag waren wir shoppen in Mankato. Das ist die nächste größte Stadt und ist mindestens eine Stunde fahrt von hier. Dort habe ich mir dann die Sportklamotten gekauft, die hier alle tragen, sowie ein neues Handy mit einer amerikanischen Nummer. Okay, es ist kein neues Handy gewesen, sondern das alte von meiner ältesten Gastschwester.

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